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„Pflegestützpunkt“ jetzt auch in Würzburg

07.12.2011

Ero?ffnung

In einer Kooperation aus bayerischen Kranken- und Pflegekassen, bayerischen Städten und Landkreisen wurden bisher landesweit sieben Pflegestützpunkte installiert. Die Nummer acht der bayerischen Pflegestützpunkte ist in Würzburg entstanden. Das gemeinsame Angebot für Stadt und Landkreis Würzburg befindet sich in der Bahnhofstraße 11 und wurde am Mittwoch, 7. Dezember 2011, offiziell eröffnet. Damit stehen die Hälfte aller bayerischen Pflegestützpunkte der Bevölkerung in Unterfranken (Bad Neustadt = Rhön-Grabfeld, Haßfurt = Haßberge, Schweinfurt und Würzburg) zur Verfügung.

Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hatte die rechtliche Grundlage für die Gründung von Pflegestützpunkten gelegt. Ende 2009 war seitens des Freistaates Bayern der offizielle Auftrag zur Errichtung von Pflegestützpunkten an die Kranken- und Pflegekassen ergangen. Parallel dazu haben die Kommunalen Spitzenverbände und die Kassenverbände einen Rahmenvertrag zur Errichtung und zum Betrieb von Stützpunkten erarbeitet.

Die Pflegestützpunkte vor Ort bieten Pflegebedürftigen und deren Angehörigen umfassende, neutrale und kostenfreie Hilfe. Zu ihren Aufgaben zählen die unabhängige Beratung über örtlichen Pflegeangebote im betreuten Wohnen, der ambulanten, teilstationären und vollstationären Pflege. Außerdem geben sie Hilfestellung  bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Sozialleistungen und sonstigen Hilfsangeboten im Pflegefall. Hierfür sammeln sie Informationen über alle regionalen Unterstützungsangebote und sorgen dabei für eine Vernetzung aufeinander abgestimmter pflegerischer und sozialer Versorgungs- und Betreuungsmöglichkeiten. Stadt und Landkreis Würzburg bündeln gemeinsam mit den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen ihre Kompetenzen in der gemeinsamen Beratungsstelle. Ziel ist es, eine passgenaue Beratung für die Bürger zu bieten. In der immer komplexer werdenden Sozialgesetzgebung ist es wichtig, dass der ratsuchende Bürger in Pflegefragen möglichst umfassende Hilfe bekommt. Neben einer allgemeinen Beratung für unterschiedliche Pflegesituationen erfolgt bei Bedarf weitergehende Unterstützung und Begleitung. Außerdem muss der Ratsuchende nicht mehr darüber nachdenken, wer für sein Anliegen zuständig ist.

Errichtungsbeauftragter für den Pflegestützpunkt Stadt und Landkreis Würzburg war Roland Lörner von der AOK-Direktion Würzburg. Er hat das Projekt in Abstimmung mit dem Sozialreferenten der Stadt Würzburg, Robert Scheller und Dr. Alexander Schraml, Vorstand des Kommunalunternehmens des Landkreises sowie HALMA e.V. (Fachstelle für pflegende Angehörige) koordiniert. In die Ausarbeitung des Betriebskonzeptes war auch der Bezirk Unterfranken eingebunden. „Es war eine interessante Herausforderung, alle Beteiligten zusammen zu bringen und geeignete Räume zu finden“, erklärt Roland Lörner, stellvertretender Direktor der AOK in Würzburg und Errichtungsbeauftragter. „Ich bin froh, dass wir es mit vereinten Kräften geschafft haben und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sommer 2011 ihre Arbeit aufnehmen konnten.“ Insbesondere dem Einsatz von Robert Scheller, Sozialreferent der Stadt Würzburg, ist es zu verdanken, dass in der Bahnhofstraße Räume gemietet werden konnten, die alle Voraussetzungen für die optimale und vor allem barrierefreie Betreuung bieten.

Als Marktführer der Kranken- und Pflegekassen in Bayern übernahm die AOK – Die Gesundheitskasse, federführend für alle Kassen, die sehr zeitaufwendigen Verhandlungen zur Gründung des Pflegestützpunktes in Würzburg. Die Bündelung der vorhandenen Kompetenzen und des Fachwissens ist das große Plus des Pflegestützpunktes. Durch die Mitarbeit ihrer Pflegeberater im Pflegestützpunkt bringen die Kranken- und Pflegekassen umfassendes Wissen aus dem immer komplexer und wichtiger werdenden  Bereich Pflege zugunsten der Bevölkerung von Stadt und Landkreis Würzburg ein. Gerade die umfassende, kostenfreie und neutrale Hilfe der Kassen erleichtert den Menschen, im Zusammenwirken mit den Kommunen, den Weg durch den meist undurchdringlichen „Angebots-Dschungel“. Schade nur, dass sich die Versorger privat versicherter Bürger nicht an den Pflegestützpunkten beteiligen. Auch und nicht zuletzt in dieser Personengruppe wird sich die Zahl der Hilfesuchenden in den nächsten Jahren immer mehr erhöhen.

Der Pflegestützpunkt Würzburg ist montags bis mittwochs von 8.00 bis 12.00 Uhr, donnerstags von 14.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr geöffnet. Er ist zu erreichen unter Telefon 0931 20781414, Fax 0931 20781419, oder per E-Mail unter kontakt[at]pflegestuetzpunkt-wuerzburg.info. Weitere Informationen stehen auch im Internet unter www.pflegestuetzpunkt-wuerzburg.infozur Verfügung.